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Hermann Grupe: Düngeverordnung ist für tausende Landwirte existenzbedrohend – FDP-Fraktion unterstützt Protest der Bauern

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, fordert eine Alternative zur Verschärfung der Düngeverordnung. „Es ist klar, dass die Nitratbelastung des Grundwassers gesenkt werden muss. Allerdings gibt es dazu verschiedene Wege und die Verschärfung der Düngeverordnung ist der denkbar schlechteste. Sie führt nicht zum Ziel und bedroht gleichzeitig die Existenz tausender Landwirte in Niedersachsen“, so Grupe. Er schlägt ein deutlich anderes Vorgehen vor. „Organischer Dünger sollte verstärkt in vieharme Regionen verbracht werden und dort Mineraldünger ersetzen. Das verringert nicht nur den Gesamtstickstoffeinsatz und trägt effektiv zum Gewässerschutz bei, es nützt auch den dortigen Betrieben.

Diese sinnvolle Umverteilung wird durch die Düngeverordnung aber massiv behindert. Stattdessen erhöht man den Druck auf die Betriebe in den Überschussregionen. Das ist reine Gängelung und keine sinnvolle Politik“, ärgert sich Grupe. Er fordere zudem eine differenziertere Betrachtung und Behandlung der belasteten Regionen. „Obwohl nur rund 18 Prozent der Brunnen überhöhte Werte aufweisen, hat die Landesregierung 60 Prozent Niedersachsens zu roten Überschussregionen erklärt. Das steht in keinem Verhältnis. Und es sollte im Gegenzug auch grüne Gebiete geben, in denen die Landwirte von unnötiger Regulierung freigestellt sind“, so Grupe weiter.

Hintergrund: Mehrere hundert Landwirte protestierten heute in Hannover gegen die Verschärfung der Düngeverordnung.

 

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